The Sphere auf dem Kelvin Grove Campus der QUT

24.02.2022

Kooperationen der QUT mit dem Max Planck Institut

Zwei neue Kooperationen zwischen der Queensland University of Technology (QUT) und dem Max Planck Institut bieten Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit im Bereich der Materialwissenschaften.

Die Queensland University of Technology hat sich mit dem deutschen Max-Planck-Institut, einer der weltweit führenden wissenschaftlichen Einrichtungen, zusammengeschlossen um ein gemeinsames Labor zu gründen. Dieses soll durch die Entwicklung umweltfreundlicherer katalytischer Systeme für nachhaltigere Herstellungsprozesse, die Forschung in Australien und Deutschland zusammenführen, um Probleme von nationaler und globaler Bedeutung anzugehen.

Unter der Leitung der Co-Direktoren Professor Jingsan Xu von der QUT und Professor Markus Antonietti vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung wird das Labor Forscher aus verschiedenen Disziplinen mit sich ergänzenden Fachkenntnissen zusammenbringen und den Forschern eine Plattform für den Ausbau ihrer Karrieren bieten.

Der stellvertretende Vizekanzler der QUT, Professor Christopher Barner-Kowollik, Preisträger des Australischen Forschungsrates, sagte, dass die Forschungssynergien zwischen der QUT und dem Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung auf die Katalyseforschung für eine grünere Welt abzielen würden. "Die Zusammenarbeit umfasst tiefgreifende Studien im Bereich der Nanokatalyse, die die Forschungsstärke beider Partner vereinen und unsere Verbindungen zum Max-Planck-Institut stärken werden", sagte Professor Barner-Kowollik. "Das Engagement der QUT mit dem Max-Planck-Institut als einer führenden internationalen Forschungsorganisation wird durch die Möglichkeit von Forschungspraktika für Doktoranden beider Institutionen entscheidend untermauert", so Professor Barner-Kowollik weiter.

Zu den Forschungsprojekten, die von Professor Anthony O'Mullane und Dr. Monireh Khosravi geleitet werden, gehört die Wiederverwendung von Materialien aus Batterien, die für die Wasserelektrolyse zur Herstellung von grünem Wasserstoff aus erneuerbaren Energiequellen verwendet werden können.  
Professor Hongxia Wang wird sich mit der Entdeckung kosteneffizienter Materialien zur CO2-Reduzierung befassen und damit das wichtige globale Problem des Klimawandels und der Treibhausgasemissionen angehen.
Professor Dmitri Golberg und Dr. Konstantin Firestein werden sich mit heterogenen Katalysatoren befassen, während Professor Jingsan Xu und Professor Dongchen Qi an Forschungsarbeiten mit dem Titel: Kohlenstoffnitrid als Substrat für neue Katalysatoren arbeiten werden.

Die Vizekanzlerin der QUT, Professor Margaret Sheil, sagte, die Zusammenarbeit sei ein großartiges Beispiel für den Aufbau starker, vertrauensvoller und langfristiger Partnerschaften an der Universität. "Die QUT und das Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung sind ideal für diese enge Zusammenarbeit geeignet und werden sich mit Themen von nationaler und globaler Bedeutung befassen", sagte Professor Sheil.

 

Neben dem Forschungslabor entsteht auch das neue Max Planck Queensland Center for the Materials Science of Extracellular Matrices (MPQC), das von beiden Institutionen getragen wird und extrazelluläre Matrizen sowie ihre Bedeutung für Medizin, Ökologie und Technologie erforschen soll.

Extrazelluläre Matrizen (ECM) sind in fast allen Lebewesen zu finden und erfüllen verschiedene Funktionen, die auch medizinisch, ökologisch und technisch relevant werden könnten. Allerdings sind sie bisher relativ wenig erforscht.

Das MPQC wird von den Co-Direktoren Distinguished Professor Dietmar Hutmacher (QUT) und Professor Peter Fratzl (Max-Planck-Institut) geleitet.
"Die Grundidee des Max-Planck-Zentrums in Queensland ist es, biologische Materialien zu untersuchen, die unbelebt sind, aber dennoch ihre Umgebung wahrnehmen und sich an sie anpassen können", sagte Professor Fratzl. "Damit wollen wir ein neues Gebiet auf die Forschungslandkarte setzen und uns nicht nur auf biomedizinische Anwendungen konzentrieren".

Ein genaueres Wissen darüber, wie die Zusammensetzung und Struktur der ECM ihre Funktionen beeinflusst, ist nicht nur für biomedizinische Anwendungen und ein besseres Verständnis biologischer Systeme relevant, sondern auch für technische Anwendungen - zum Beispiel in der Robotik oder Architektur.

Professor Hutmacher sagte: "Biomimikry ist ein Wissenschafts- und Innovationsansatz des 21. Jahrhunderts, der darauf abzielt, nachhaltige Lösungen für zivilisatorische Herausforderungen zu finden, indem Designmuster und Strategien nachgeahmt werden, die sich in der Natur seit langem etabliert haben."
 

Im Zuge dieser Kooperationen wird es in Zukunft vermutlich auch spannende Forschungsmöglichkeiten für PhD Kandidat:innen geben. Solltest auch du Interesse an einem PhD in diesen Forschungsbereichen haben, melde dich gerne bei unserem GOstralia! Research Centre. Wir helfen dir gerne Kontakt mit den Forschern in diesen Studienbereiche aufzunehmen und unterstützen dich beim Bewerbungsprozess für ein PhD Programm an der QUT. Eventuell kannst du sogar von einem der Exklusiven PhD Stipendien profitieren, die wir exklusiv im Namen der QUT ausschreiben dürfen.

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