30.09.2020

Aktuelle Studie des Digital Youth Labs der University of Adelaide zum Thema Cyber Security

Im Bereich Defence, Cyber & Space hat die University of Adelaide einen Forschungsschwerpunkt und hat dabei auch die Jugend fest im Blick. Was laut Digital Youth Lab getan werden kann, um riskantes Online-Verhalten zu verhindern und die Jugendlichen besser zu schützen, erfährst du hier.

Die dunkle Seite des digitalen Zeitalters wird in den Medien immer wieder thematisiert, insbesondere im Zusammenhang mit jungen Menschen.
Der rasche technologische Fortschritt führt dazu, dass unsere gesellschaftlichen Systeme und Institutionen erhebliche Schwierigkeiten haben, bei der Entwicklung von Richtlinien, Gesetzen und Strategien, die für die moderne Gesellschaft relevant und nützlich sind, Schritt zu halten.
Aber diejenigen, die in und nach den 1990er Jahren geboren wurden, kennen keine Welt ohne Internet oder digitale Endgeräte. Ihre Verwendung stellt neue und erhebliche Bedrohungen für die allgemeine Sicherheit und den Schutz des Einzelnen dar - und hat sich sowohl für das Rechts- als auch für das Bildungssystem als problematisch erwiesen.
 

Was kann also getan werden, um riskantes Online-Verhalten zu verhindern und die Jugendlichen besser zu schützen?

Das Digital Youth Laboratory an der University of Adelaide befasst sich mit Wissenslücken, wie Jugendliche in der digitalen Welt agieren und wie sich dies im Laufe der Zeit ändert. Dr. Russell Brewer, Leiter des Digital Youth Laboratory an der Universität von Adelaide, interessiert sich dafür, wie individuelle und soziale Faktoren den Umgang eines Jugendlichen mit moderner Technologie beeinflussen. Hier untersucht er insbesondere eben jene Muster der Internetnutzung, die mit Risiken verbunden sein können.
Forscher und Forscherinnen des Digital Youth Labs sind an der weltweit ersten und universitätsübergreifenden Studie mit fast 2000 Jugendlichen in der gesamten Metropolregion Adelaide beteiligt. Im Rahmen dieses Projekts wurden junge Menschen zu ihren Online-Erfahrungen, Interaktionen und Fähigkeiten befragt, ein Projekt, das über die nächsten vier Jahre fortgesetzt werden wird.  Erste Ergebnisse zeigen, dass das Eingehen von Cyber-Risiken im gesamten Jugendalter weit verbreitet ist.
Neben der Untersuchung von Faktoren, die mit dem Eingehen von Cyber-Risiken verbunden sind, befassen sich die Forscher*innen auch mit der Bewertung der Wirksamkeit von Anwendungen und Steuerungsinstrumenten, die diese Risiken verhindern sollen. In ihrer Arbeit untersuchen sie, wie junge Menschen in ihrem digitalen Leben Regulierung erfahren und wie sie auf digitale Kontrolle, Überwachung und Intervention reagieren.
Das Digital Youth Laboratory arbeitet mit anderen Universitäten zusammen, um die Reichweite dieser Arbeit national und international zu erweitern. Die Wissenschaftler*innen möchten dazu beitragen, eine sicherere Online-Umgebung zu schaffen, indem sie Familien, Schulen und Urheber der öffentlichen Ordnung mit dem Wissen und Verständnis ausstatten, um positive digitale Erfahrungen zu fördern.